Pünktlich und klimaneutral: Alpentransit per Lastenrad

Umweltfreundlich und effizient vorbei am Stau: Das neue CIPRA-Projekt «LastTran» testet Lastenräder als Alternative auf viel befahrenen Transitrouten.

Zusammen mit der slowenischen Initiative «BikeGo» entwickelt CIPRA International ein neues Transit-Konzept: Elektrische Lastenräder sollen Staus auf den Transitrouten der Alpen umfahren und dafür sorgen, dass wichtige Lieferungen rechtzeitig und umweltfreundlich an ihr Ziel gelangen. Die Radfahrer:innen von «BikeGo» nehmen die Lasten einige Kilometer vor dem jeweiligen Passübergang an flexibel wählbaren Sammelpunkten in Empfang und bringen die Fracht verlässlich, sicher und vor allem termingerecht zu Abholpunkten an der anderen Seite. Zudem können dort die Lasten auf Züge verladen werden, was eine äußerst einfache Kombination mit dem Schienenverkehr ermöglicht. So werden Verspätungen vermieden und hunderte Tonnen CO₂ eingespart.

Start mit drei Pilotregionen

Das Projekt «LastTran» startet ab 1. Mai 2026 mit drei Pilotregionen mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen: Dem Loibl-Pass zwischen Slowenien und Österreich, dem Brennerpass zwischen Österreich und Italien sowie dem Mont-Cenis-Tunnel zwischen Italien und Frankreich. Alleine am Brenner stehen täglich 5‘000 spezielle Schwerlastenräder bereit, die bis zu 500 Kilogramm schwere Frachten transportieren können. Im Mont-Cenis-Tunnel steht eine Fahrspur ausschliesslich den Lastenrädern zur Verfügung, um die Sicherheit zu gewährleisten. Auf der für Lastwägen ungeeigneten Loibl-Passstrasse wird getestet, wie gut der Lastenrad-Transit auf Bergstrassen mit starkem Gefälle funktioniert. Nach der Testphase wird das Projekt im Sommer 2027 auf weitere Alpentransitrouten ausgeweitet.